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Veröffentlicht am 19.01.2017 von nemesis

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Portrait Subway To Sally zu Herzblut

Subway To Sally über Herzblut – denn die 7….

Mit ihrem siebten Output Herzblut begeisterten Subway To Sally ihre Fangemeinde einmal mehr, und auch so mancher Kritiker der Band dürft langsam erkannt haben, welch kreatives Potential in der Potsdamer/Berliner-Mischung steckt. Nun, heutzutage stellt sich diese Frage ja absolut nicht mehr, man sollte der meinen, dass es nun auch der letzte begriffen hat.

Dementsprechend fielen auch die Reaktionen der Medien auf Herzblut aus, wobei es Sänger Eric Fish richtig toll fand, die Leute anscheinend immer noch mitsamt seiner Band und Musik überraschen zu können.

„Ich finde zwar nicht, dass wir etwas bei Herzblut an unserem Sound geändert hatten, aber die Sache intensiviert sich einfach immer ein Stückchen mehr.“ Und wie die Band auch anno 2015/16 zugibt, war bei Subway To Sally bei einem neuen Output davor gewappnet, was ganz anderes als gewohnt zu bekommen – und dabei doch so typisch STS.

Bitte nicht stehenbleiben

Es gibt nichts, was für uns an unserer Musik selbst den wichtigsten Bestandteil darstellt, alles ist wichtig, jedes Instrument und Element. Einzig unsere Einflüsse warn uns wichtig: Wir wollten nicht Einflüsse in unseren Sound lassen, die wir über den Teich bekommen haben. Wir wollen vielmehr mit unserer Musik unsere heimatlichen Wurzeln zeigen und ausdrücken. Es ist eine eigene kulturelle Identität, sozusagen adäquat zu den US-Charts.“

Diese Band ist Schicksal

Dabei spielte und spielt es für die Band auch eine große Rolle, nicht auf der Stelle zu treten. „Wir beschäftigen uns auch um theoretischen Bereich mit sehr vielen Dingen. Sei es ein neues Instrument, die Vertiefung von Kenntnissen… wir wollen eine komplettere und komplexere Betrachtungsweise der Dinge erreichen. Der Reiz an unseren Live-Konzerten ist auch die Symbiose der verschiedenen Charaktere. Diese Band ist Schicksal. Allein die Texte, die Ingo schreibt. Als wären sie mir auf den Leib geschrieben. Er ist ein geiler Komponist, der alles gibt. Diese Kombination und ehrliche Darstellung sind es, was die Leute bewegt. Es ist gar nicht so einfach, Leute zu finden, die unterschiedlich sind und doch zusammenpassen. Subway To Sally haben was von einer Ehe: Man fühlt sich wohl und doch gefordert.“

Nicht gesucht, aber gefunden

Nun ist es aber auch nicht einfach, einen solchen Draht zu einem anderen Menschen zu finden, dass man als Sänger dessen Texte einwandfrei und emotional ehrlich umsetzen kann und umgekehrt, dass man sich so weit in einen anderen hineinversetzen kann, dass man ihn, wie Eric meinte. Lyrics auf den Leib schreiben kann. „Das hat sicher nicht gleich von Anfang an so perfekt funktioniert, aber die Basis war da. Man lernt sich im Laufe der Zeit aber eben immer besser kennen und kann sich auch gegenseitig besser und deutlicher einschätzen. Man benötigt einfach dazu die Fähigkeit, sich aufeinander einzustellen.“

Fast wia im richtigen Leb´n. Hüstel. „Wir wollen gemeinsam weiterkommen, daher ziehen wir auch von jeher an einem Strang. Ich war immer der Meinung, dass in der Band ein großes Potential steckt und auch, dass die Band weit kommen kann. Allerdings ändert sich die Einschätzung des Erfolges natürlich auch von Jahr zu Jahr, da man immer einen Schritt weiterkommt. Das verifiziert sich einfach. Über Visionen möchte ich mich gar äußern, denn mal kann man Träume schneller vorbereiten und angehen, mal langsamer.“ Bedenkt man, wie weit Subway To Sally auch in die Charts einbrechen sollten, drängte sich einem die Meinung auf, dass vielschichtige Musik anscheinend trotz Big Brother-Gülle noch gefragt zu sein scheint.

Wir könnten auch HipHop machen, aber dazu fühlen wir uns echt nicht berufen

„Zumal es aber auch schwieriger ist, sich als deutsche Band auch hinter seine Wurzeln zu stellen. Als deutsche Band amerikanische Musik zu machen, ist auf jeden Fall leichter. In den meisten Fällen wird es nicht honoriert, wenn man in dieser Hinsicht zu sich selbst steht. Allerdings schnallen die großen Medien und TV-Sender nicht, dass auch Vielschichtigkeit gefragt ist. Dort will man keine neuen Schubladen und multiple Persönlichkeiten. In diesem Bereich erst recht nicht. Das ist allerdings überall so. Am besten nur das, was man leicht einordnen kann. Eigentlich hätten die Öffentlich-Rechtlichen einen kulturellen Auftrag, aber das scheint die nicht zu kümmern. Darüber bin ich aber nicht verbittert, es scheint eine Zeiterscheinung zu sein.“

Eric wirft an dieser Stelle auch ein, dass in den letzten Jahren eine Menge Bands aus dem Osten, wie Rammstein, In Extremo und die Inchtabokatables ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden haben und auch oftmals viel neues mit sich gebracht haben. Ob man das neue nun mag oder nicht, ist wiederum persönliche Geschmackssache. Ich für meinen Teil werde Rammstein nie mögen. „Viele Macher glauben, ohne Mainstream-Elemente würden sich die Leute von diesem oder jenem Sender abwenden. Vielleicht müsste bei Subway To Sally auch ein solcher Initialerfolg geschehen, allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich wünschenswert wäre. Wir könnten auch Reggae oder HipHop machen, allerdings fühlen wir uns eben zu jener Musik berufen, die wir machen. Und wir werden es allen beweisen, dass man auch so weiterkommen kann.“

Musikalischer Schaffen

Aus dem Studio

Album 1994
MCMXCV
Foppt den Dämon!
Bannkreis
Hochzeit
Herzblut
Engelskrieger
Nord Nord Ost
Bastard
Kreuzfeuer
Schwarz in Schwarz
Mitgift – Mördergeschichten

Live & Konzerte

Schrei!
Nackt
Schlachthof
Nackt II

Best-ofs

Die Rose im Wasser
Engelskrieger Deluxe Edition
MCMXCV / Foppt den Dämon!
Schrei! / Engelskrieger Live in Berlin
Kleid aus Rosen
XX – Eisheilige Nacht
Nord Nord Ost / Bastard

photocredit: MlaWU at the German language Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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