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Veröffentlicht am 29.10.2014 von Harry Pfliegl

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Wie aus Cat Stevens plötzlich Yusuf Islam wurde

Eine der wohl facettenreichsten Persönlichkeiten der Roaring 60´s ist am 13. November in der Wiener Stadthalle zu Gast: An diesem Tag präsentiert nämlich Yusuf, Fans der ersten Jahre besser bekannt als Cat Stevens, einen Querschnitt seines musikalischen Schaffens.

Die Person hinter Yusuf Islam

Geboren wurde der legendäre Folk- oder Softrockbarde am 21. Juli 1948 unter dem Namen Steven Demetre Georgiou in London. Sein Vater, ein zypriotischer Grieche, betrieb in Soho damals das Restaurant „Moulin Rouge“. Seine Leidenschaft für Musik lebte er zunächst als Live-Musiker in Kneipen und Cafés aus und trat zunächst unter dem Namen Steve Adams auf, bevor er sich endgültig für den Künstlernamen Cat Stevens entschied. 1966 gelang es ihm, einen Plattenvertrag zu erhalten und schaffte nach einem ersten Achtungserfolg zwei Top Ten-Hits. Nach einer erfolgreichen Tournee mit Künstlern wie Jimmi Hendrix, The Walker Brothers und Engelbert Humberdinck gelang Cat Stevens mit seinem zweiten Album „New Masters“ jedoch keine Chartplatzierung.

Cat Stevens entdeckt die Spiritualität

Weil Cat Stevens 1968 schwer an Tuberkolose erkrankte, musste er sich für insgesamt zwölf Monate aus dem Alltag zurückziehen. In dieser Zeit schrieb er diverse Songs und beschäftigte sich intensiv mit Spiritualität und Religion. Weil auch die nächsten Singles floppten, wurde der Vertrag mit der Plattenfirma gekündigt und Cat Stevens konnte einen Neustart bei Island Records wagen, wo er weitgehende künstlerische Freiheit genoss.

Der endgültige Durchbruch gelang Cat Stevens schließlich in den 1970er Jahren, veröffentlichte Millionenseller wie „Where Do The Children Play“ oder „Morning Has Broken“ und wurde für den Soundtrack zum Kultfilm „Harold and Maude“ engagiert.

Eine Nahtoderfahrung führt ihn zum Glauben

Cat Stevens erlebte schließlich 1975 vor der Küste des kalifornischen Malibu eine Nahtoderfahrung als er fast ertrunken wäre. Von seinem Bruder David Gordon hatte er zuvor eine Ausgabe des Koran geschenkt bekommen. Diese Nahtoderfahrung führte schließlich dazu, dass der Künstler am 30. Dezember 1977 den Künstlernamen Cat Stevens ablegte, sich fortan Yusuf Islam nannte und sich von der Musik abkehrte.

Diese Abstinenz hielt er fast 20 Jahre lang ein, obwohl die Musik zuvor nach eigener Aussage das Wichtigste in seinem Leben gewesen war. Er begann 1995 damit, wieder eigene Songs zu veröffentlichen, allerdings handelte es sich um islamische Musik, weil er zunächst die Gitarre als westliches Instrument ablehnte. Erst ab 1997 war Yusuf wieder öfter auf der Bühne zu sehen, vor allem in Zusammenhang mit Benefiz-Projekten. Ab 2004 knüpfte Yusuf an vergangene Erfolge an. Sein Bekenntnis zum Islam sorgte aber weiterhin für Kontroversen.

Foto: Wikipedia Commons

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