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Veröffentlicht am 14.06.2015 von Harry Pfliegl

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Fiddler´s Green: Folk geht auch schnell

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert steht der Name Fiddler´s Green für Irish Speedfolk. Die sechsköpfige Formation aus Erlangen wollte damit ihre eigene musikalische Vision verwirklichen, als Fiddler´s Green 1990 aus der Taufe gehoben wurde. Und die Vision sollte sich als voller Erfolg erweisen. Denn mit der einmaligen Mischung aus Folk, Punk, Ska, Rock und Reggae hat sich das Sextett innerhalb weniger Jahre eine große Fangemeinde in ganz Deutschland und Europa erspielt.

Das Erfolgsgeheimnis von Fiddler´s Green

Von Anfang an hatte Fiddler´s Green bei den Fans einen hervorragenden Ruf als ausgezeichnete Live-Band genossen. Maßgeblich trug dazu bei, dass sich die Musiker stets als gut eingespieltes Team präsentiert hat, das ein zu routiniertes Spiel verweigerte, sodass viel Platz für Improvisation blieb.

So ist Fiddler´s Green entstanden

Ralf Albers, Rainer Schulz und Peter Pathos, die zuvor in anderen Formationen gespielt hatten, gründeten Anfang der 1990er Jahre das Irish Duo. Noch im selben Jahr wuchs die Formation zum Quintett und benannte sich in Fiddler´s Green um. Nachdem die neue Besetzung nur dreimal geprobt hatte, trat Fiddler´s Green im E-Werk Erlangen beim Newcomer-Festival auf und belegte prompt den zweiten Platz. Ein Jahr später stieß Stefan Klug zu Fiddler´s Green und verstärkte die Band um ein Akkordeon.

Die erste Veröffentlichung

Fiddler´s Green hatte sich nicht nur früh einen guten Namen als Live-Band gemacht, sondern veröffentlichte bereits im August das erste von mittlerweile 13 Alben. Auf dem Debüt Fiddler´s Green sind teilweise Mitschnitte eines Konzertes enthalten. Etwa ein Jahr später erschien mit Black Sheep das zweite Album und Fiddler´s Green wurde allmählich auch außerhalb des Großraums Nürnberg bekannt.

Eine Band im Umbruch

Während der 1990er Jahre wechselte die Besetzung von Fiddler´s Green mehrfach, was jedoch keinen Einfluss auf die stilistische Ausrichtung hatte. Das änderte sich erst, als Peter Pathos Anfang 2006 seinen Abschied nahm und von Pat Prziwara ersetzt wurde. Nun wurde der Sound rockiger, die Lyriks rebellischer und die Punkelemente bekamen mehr Gewicht. Der Erfolg dieser teilweisen Neuausrichtung zeigte sich mit dem nächsten Album Drive Me Mad!, das Platz 74 der Albumcharts in Deutschland erreichte.

Zum 20jährigen Bandjubiläum veröffentlichte Fiddler´s Green die DVD Folk´s Not Dead, deren Highlight eine Akustik-Einlage darstellte, die vorab nicht angekündigt worden war. Im Frühling 2011 bewiesen die Musiker von Fiddler´s Green ihr Talent für Akustiksound im Rahmen einer mehrwöchigen Tournee auch auf der Bühne.

Foto: von © Markus Felix (talk to me) (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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